Abschied vom Paradies
vorerst letzte öffentliche Kunstaktion auf dem Burgberg
Beginn: jeweils 20.00 Uhr Galerie Am Damm
Bekanntlich ist das Paradies ein Ort der Harmonie und des Wohlbefindens.
Sämtliche in einer Gesellschaft auftauchende Konflikte treten hier nicht auf,
schon weil es keine sozialen Gegensätze gibt und daher Eintracht vorherrscht.
Der Burgberg in Loschwitz, umkämpft, erobert, ausgeschlachtet, romantisiert,
verklärt, verkauft, als ehemalige Slavenburg genauso wie heute als Kunstort
der alten Feuerwache Loschwitz, rückt noch einmal in öffentliches
Interesse. Eröffnet 2006 als Ort für temporäre Kunst, verabschiedet
er sich vorerst aufgrund eines Besitzerwechsels mit einer zweitägigen
Permanent- Performance.
Am 10. und 11. Oktober inszeniert sich der Berg als Para-Dies.
Wie gehen wir heute mit unserer ureigendsten Vorstellung vom Paradies um? Ist es
diesseits, jenseits, politisch, eine Insel, oder sind wir gar mittendrin? Sind die
alten Fragen von Verantwortung, Schuld und freiem Willen beantwortet? Verschiedene
künstlerische Positionen werden sich innerhalb des Projektes damit
auseinandersetzen.
In mehreren Stationen soll mit den Medien Installation, Sound, Tanz, Musik,
Overhead-Painting und Performance auf dem Berg ein multimediales Gesamtkunstwerk
entstehen, das die Grundfrage nach dem Para-Diesischen für zwei Tage in den
Mittelpunkt rückt. Der Zuschauer ist dabei Bestandteil des Kunstwerkes, kann
überall hindurchgehen und die dazugehörigen Rauminstallationen auch
unabhängig von den Aufführungen betreten.
Beteiligte Künstler sind unter anderem:
Matthias Jackisch, Jan Heinke und Stahlquartett, Claudia Reh, Anke Graff
Kathrin Rößler, Rachel Raoul, Valentina Gabro und Eric Heyde.
Idee, Konzeption: Claudia Reh
